Trans-Cutucú

Donnerstag 11. März 2010 18:30
 
Zyklus:
Berner Premieren
Regie:
Lisa Faessler
Genre:
Dokumentarfilm
Jahr:
2009
Land:
Ecuador/CH
Sprache:
OV/d/f
Laufzeit:
90 Minuten
Format:
Digital
 
Filmbeschrieb

Das Bergmassiv Cutucú, im Süden des Amazonasgebietes in Ecuador war für die indianische Bevölkerung ein Schutzwall gegen die ökologische Zerstörung. Gleichzeitig aber auch ein Hindernis, das den Zugang zur modernen Welt versperrte. Der Strassenbau ermöglicht nun den Abbau fossiler Ressourcen und bringt den Ureinwohnern auch den gewünschten Anschluss an die zivilisierte Welt. Der sogenannte Fortschritt hält Einzug und ist nicht mehr zu bremsen: es wird gebaggert, geschaufelt, gerodet, verkauft und gekauft. Ausschnitte aus dem Film Shuar, Volk der heiligen Wasserfälle (1986) rufen uns in Erinnerung, dass in der traditionellen Shuarkultur, die Natur gesamthaft beseelt war und die Mobilität im halluzinogenen Rausch keine Grenzen kannte. Heute transportieren die Ureinwohner mit Pferden Holzbretter in die Zivilisation. Holz ist das schnellste Geschäft, andere Produkte müssen erst erzeugt werden. Doch der Urwald verschwindet im Zug des Rohstoffabbaus und des Strassenbaus nach und nach.

In Anwesenheit der Filmemacherin


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