Solino

Montag 8. März 2010 21:00
 
Zyklus:
Fatih Akin
Mit:
Moritz Bleibtreu, Barnaby Metschurat, Antonella Attili
Regie:
Fatih Akin
Genre:
Drama/Komödie
Jahr:
2002
Land:
D
Sprache:
I/d
Laufzeit:
120 Minuten
Format:
35mm
Imdb (Internet Movie Database):
Eintrittspreis:
Kino-Montag CHF 12.– für alle
 
Filmbeschrieb

"Solino" erzählt vom Aufstieg und Zerbrechen einer italienischen Einwandererfamilie zwischen 1964 und 1984. Das Schicksal der fiktiven Familie Amato steht exemplarisch für das der Gastarbeiter. Fatih Akin, selbst Sohn einer türkischen Einwandererfamilie, wählte bewusst Menschen einer anderen Nation, um weniger befangen zu sein. "... und ich wollte vor allem eine universelle Geschichte erzählen. Wobei es durchaus Ähnlichkeiten dieser beiden Kulturen gibt. In beiden Ländern ist die Mutter der heimliche Chef der Familie, während die Männer nur nach aussen gern dominieren. Auch die starke Rolle der Religion im Alltag ist vergleichbar, ob nun katholisch oder islamisch ist dabei nicht so wichtig." In "Solino" geht es um die Entwurzelung von Menschen, den Zusammenprall von Kulturen, den Niedergang des Kohlenpotts und vor allem um eine Familientragödie. Der gutmütige Gigi wird jahrzehntelang übervorteilt, nicht zuletzt, weil er sich in die Pflicht nehmen lässt. Sein ebenso neidischer wie durchtriebener älterer Bruder dagegen, der durch seine Skrupellosigkeit immer wieder über ihn triumphiert, steht schliesslich vor einem Scherbenhaufen, während Gigi mit sich im Reinen ist, eine Familie hat und von den Dorfbewohnern gemocht wird. Mit "Solino" hat Fatih Akin erneut bewiesen, wie gut er Geschichten erzählen und Stimmungen erzeugen kann. Der neorealistische Film mit teils romantischen, teils tragikomischen Episoden wurde bis in die Details sorgfältig inszeniert. Zum Gelingen des hervorragenden Films haben natürlich auch die Darsteller massgeblich beigetragen.


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